Eine mobile Wanderschäfer-Hütte zieht durch die Lande und eröffnet einen Möglichkeitsraum fürs Erzählen, Tagträumen und Zukunft-Entwerfen. Ein spielerisches, künstlerisches Bildungsprojekt für Erwachsene und für den intergenerationellen Dialog ist der Wanderschäferwagen also, ein offener Ort zum Zusammenkommen und zum gemeinsamen „Ausstieg“ aus den sich immer stärker verdichtenden zeitlichen Strukturen des Alltags.

Bildung einmal anders erleben – die Atmosphäre einer Berghütte, mitten auf dem Campus/ mitten im Stadtteil
Hochschulen suchen vermehrt nach Lehr- und Forschungskonzepten, die ganz praktisch und mitten im Alltag von Stadtteilen und unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen umgesetzt werden können. Eine entscheidende Frage ist, wie sich neben theoretischer Wissensvermittlung auch die Nähe zur Gesellschaft
und zu konkreten Anwendungsbereichen herstellen lässt. Um sich vom Bild der Universität als unnahbaren Elfenbeinturm zu distanzieren bietet das Angebot der Bildungshütte: Erzählkunst auf Rädern im Wanderschäferwagen innovative und dynamische Lernformate rund um die Nutzung eines mobilen Tiny House Begegnungsortes. Dieser „Tiny Campus On Tour“ ermöglicht es, Bildung nicht nur im traditionellen Format von Seminarräumen sondern auch aus Alltagssituation heraus zu denken und multimodal zu erfahren. Gemeinsam Zukünfte zu entwerfen ist hier keine unrealistische Utopie, sondern eine konkrete Hüttopie: eine Hütte für Bildungsvisionen, die im Miniaturformat erprobt werden.
Neue Formen des gemeinsamen Lernens können durch meine fachliche Anleitung (über 10 Jahre Praxiserfahrung in Begegnungskünsten) entstehen. Das Angebot der Erzählkunst auf Rädern hat schon seit 2012 international Teilnehmende begeistert (z.B. an den Hochschulen und Universitäten von Edinburgh, Stirling, Dijon, Graz, Amsterdam, Freiburg und Frankfurt).
Nach interdisziplinärer Promotion zu künstlerischen Forschungsmethoden und mehrjähriger Lehr- und Forschungstätigkeit an deutschen, britischen und französischen Hochschulen ist es heute meine Motivation, neue Impulse in die Wissenschaftslandschaft zu bringen. Ich stelle mobile Lernorte als improvisierte community hubs für partizipative Wanderbildung zur Verfügung, die auch langfristig ein Umdenken im Wissenschaftsbetrieb ermöglichen. Lebendigkeit, Naturnähe und Entschleunigung verbinden sich hier, so dass Kreativität und künstlerische Freiheiten ihren Platz auf dem Campus und im öffentlichen Raum finden.
Christian Hanser, 2026

